„Statt des komplizierten Wohn-Riesters
ist eine gezielte Förderung der Immobilienwirtschaft
erforderlich. Die neue Bundesregierung muss Anreize
für energetische Sanierung und den Wohnungsneubau
schaffen.“ Dadurch könnten wichtige konjunkturelle
Impulse ausgelöst werden. Der IVD hat einen umfangreichen
steuerpolitischen Maßnahmenkatalog zur Förderung
von selbstgenutztem Wohneigentum und der energetischen
Sanierung von Immobilien vorgelegt. „Union und
FDP sollten die Vorschläge des IVD prüfen
und in den Koalitionsverhandlungen berücksichtigen“,
so der Verbandspräsident.
Drei Kernforderungen des IVD zur Förderung des
Wohneigentums
Die drei Kernforderungen des IVD zur Förderung
des Wohneigentums zielen auf steuerpolitische Verbesserungen
zur Förderung der Anschaffung von selbstgenutztem
Wohneigentum ab. So soll der private Schuldzinsenabzug
wieder eingeführt, Erstkäufer von der Grunderwerbsteuer
freigestellt sowie die Anschaffung selbstgenutzten Eigentums
durch Abzug von der Steuerschuld gefördert werden.
„Das Steuerrecht muss in Bezug auf Wohneigentum
geändert werden. Der Erwerb einer selbstgenutzten
Immobilie ist eine sehr wichtige Säule der privaten
Altersvorsorge“, sagt Kießling. Darüber
hinaus habe der Erwerb des Wohneigentums wesentliche
konjunkturelle Effekte: Neubau, energetische Sanierung
und Renovierung kämen ganz überwiegend den
klein- und mittelständischen Unternehmen des Handwerks
zu Gute.
Außerdem sollten steuerliche Anreize zur energetischen
Sanierung geschaffen werden. Häufig seien Sanierungen
aus steuerlichen Gründen nicht rentabel und blieben
daher aus. Auch eine Modernisierung und Liberalisierung
des Mietrechts sei notwendig. „Es wäre wünschenswert,
die Kosten für den Klimaschutz fairer auf beide
Schultern – die des Vermieters und auch die des
Mieters – zu verteilen. Denn Klimaschutz zum Nulltarif
gibt es nicht“, sagt Kießling.
Der komplette Maßnahmenkatalog, der in Zusammenarbeit
mit dem renommierten Steuerrechtler Hans-Joachim Beck,
Berlin, entstanden ist, ist in ausführlicher Form
auf der Website des IVD www.ivd.net kostenlos erhältlich.
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