VDM Presseinformation / 30.12.2009
 

  VDM-IVD Presseinformation
vom 30. Dezember 2009
 

Unterschiedliche Entwicklung in Großstädten und kleinen Städten
Preissteigerungen im Neubausegment für Eigentumswohnungen
IVD Wohnpreisspiegel: Der Markt für Wohneigentum 2009/2010

Die Preise für Wohneigentum in Deutschland weisen eine unterschiedliche Entwicklung auf. In Großstädten ab 300.000 Einwohnern steigen die Preise für Einfamilienhäuser an. In kleineren Städten sind diese Preise stabil bis leicht rückläufig. Ein anderes Bild ergibt sich bei Eigentumswohnungen, die sich im Bestand als weniger preisstabil erwiesen haben. Neubau-Eigentumswohnungen sind dagegen bundesweit im Preis gestiegen. Zu diesen Ergebnissen kommt der IVD-Wohnpreisspiegel 2009/2010, der die Kaufpreisentwicklung in rund 390 deutschen Städten erfasst.

"Der robuste deutsche Immobilienmarkt für Wohneigentum zeigt sich relativ unbeeindruckt von der aktuellen Wirtschaftkrise", sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD. "Die Stärken und Schwächen des deutschen Immobilienmarktes haben sich unabhängig von der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise bestätigt. Große Metropolregionen haben sich als preisstabil erwiesen, während der ländliche Raum und Abwanderungsregionen Preisverluste realisieren", so Schick weiter.

Der Markt für Einfamilienhäuser:
Im Bundesdurchschnitt ist der Preis für Einfamilienhäuser in Deutschland mit einem Minus von circa 1,2 Prozent leicht gesunken. In den Großstädten ab 300.000 Einwohnern sind die Preise in den unterschiedlichen Lagen und Qualitäten um bis zu 1,1 Prozent gestiegen. Schon im Durchschnitt der Städte mit über 100.000 Einwohnern sind jedoch Preisrückgänge zu verzeichnen. Das zeigt die relative Stärke der Metropolregionen im deutschen Immobilienmarkt des Jahres 2009/2010 laut IVD-Preisspiegel.

Ein freistehendes Eigenheim in mittlerer Lage und mittlerer Ausstattungsqualität (mittlerer Wohnwert) mit rund 125 Quadratmeter Wohnfläche und einem ortsüblich großem Grundstück kostet im Jahr 2009 durchschnittlich rund 192.500 Euro - das ist ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Die höchsten Preise werden für freistehende Einfamilienhäuser mit mittlerem Wohnwert in München (530.000 Euro = + 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) erzielt, gefolgt von Stuttgart mit 450.000 Euro (unverändert), Frankfurt mit 380.000 Euro (unverändert) und Düsseldorf mit 350.000 Euro (unverändert).

 
   

Der Markt für Reihenmittelhäuser:
Im Durchschnitt der rund 390 beobachteten Städte kostet 2009 ein Reihenmittelhaus in mittlerer Lage und mittlerer Ausstattungsqualität (mittlerer Wohnwert) mit circa 100 Quadratmeter Wohnfläche und einem objekttypisch großen Grundstück knapp 152.000 Euro. Der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt knapp 1,5 Prozent. Für das gleiche Objekt muss in einer deutschen Großstadt mit über 300.000 Einwohnern rund 210.000 Euro, also 38 Prozent mehr bezahlt werden. Damit ist der Kaufpreis in den Großstädten für ein derartiges Reihenmittelhaus gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Die höchsten Preise werden für Objekte mit mittlerem Wohnwert in München mit 395.000 Euro (+ 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) bezahlt, gefolgt von Bonn mit 290.000 Euro (unverändert), Heidelberg mit 280.000 (- 3,5 Prozent) und Freiburg und Frankfurt mit 280.000 Euro (beide unverändert).

Der Markt für Eigentumswohnungen im Neubau:
Seit fast drei Jahren beobachtet der IVD auf breiter Front eine Stabilisierung beziehungsweise leichte Plustendenzen der Kaufpreise für neugebaute Eigentumswohnungen. In den Großstädten sind die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen in den letzten zwei Jahren sogar jährlich um bis zu 2,5 Prozent angestiegen.

"Im Neubausegment wird insbesondere die Nachfrage nach hochwertigen Eigentumswohnungen in guten Lagen der Großstädte bedient", sagt Schick. Dies sei der Grund für diese Preisentwicklung. Der Nachfrage nach günstigem, familiengerechtem Wohneigentum in den Städten werde hingegen in der Regel nicht ausreichend entsprochen.

Der Markt für Eigentumswohnungen aus dem Bestand:
Im IVD-Durchschnitt der rund 390 beobachteten Städte kostet eine etwa 70 Quadratmeter große Bestands-Eigentumswohnung mit drei Zimmern in normaler Lage und normaler Ausstattungsqualität (mittlerer Wohnwert) rund 940 Euro/Quadratmeter und damit knapp 1,9 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der Quadratmeterpreis einer solchen Wohnung in einer Großstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern liegt 30 Prozent höher, also 1.236 Euro/Quadratmeter. Die höchsten Preise in diesem Segment werden in München mit 2.150 Euro/Quadratmeter (+ 2,4 Prozent) gezahlt, gefolgt von Stuttgart mit 1.850 Euro/Quadratmeter (+ 2,8 Prozent) und Düsseldorf mit 1.700 Euro/Quadratmeter (- 5,8 Prozent).

Über den IVD-Wohnpreisspiegel 2009/2010:
Der Preisspiegel, der beim IVD (unter www.ivd.net) in gedruckter Form bestellt werden kann, erfasst die Entwicklung des Wohn-Immobilienmarktes in rund 390 Städten der Bundesrepublik. Grundlage für die Angaben bilden aktuelle Marktpreise aus dem 2. und 3. Quartal des Jahres 2009. Der Preisspiegel kostet 75 Euro.

 
 
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