„Der sonst so robuste deutsche
Immobilienmarkt, der sich vor allem im Wohnimmobilienmarkt
der Metropolregionen preislich unbeeindruckt von der
Finanzmarktkrise und der aktuellen Wirtschaftskrise
zeigt, musste jedoch beim Blick auf den Gesamtumsatz
zurückstecken“, sagt der Vizepräsident.
Verglichen mit anderen Branchen sei der Immobilienmarkt
jedoch stabil.
Der Immobilienumsatz im Jahr 2009 liegt nach drei
Jahren wieder unter dem langfristigen Durchschnitt in
Höhe von knapp 154 Milliarden Euro und damit nur
knapp unter dem Niveau der Jahre 2000 bis 2005. In den
Jahren 2006 bis 2008 trieben vor allem internationale
Finanzinvestoren die Immobilienumsätze in die Höhe.
Vom aktuellen Umsatzvolumen in Höhe von 135,13
Milliarden Euro entfielen 122,48 Milliarden Euro (minus
15,20 Prozent) auf die westdeutschen Bundesländer
einschließlich Berlin und 12,65 Milliarden Euro
(minus 21,34 Prozent) auf die ostdeutschen Bundesländer.
Damit liegen die prozentualen Rückgänge ähnlich
hoch wie im Vorjahr.
Regionale Einzeldaten
In allen Bundesländern sind relativ hohe Umsatzrückgänge
zu verzeichnen. Einstellige Umsatzrückgänge
sind lediglich in Bayern (- 9,92 Prozent), Schleswig-Holstein.
(- 7,74 Prozent) und Brandenburg (- 1,36 Prozent)
zu verzeichnen. Die höchsten prozentualen Umsatzrückgänge
sind in Berlin (- 39,17 Prozent), Sachsen (- 31,11 Prozent)
und Thüringen (- 33,55 Prozent) zu beobachten.
Das umsatzstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen
mit 28,89 Milliarden Euro, gefolgt von Bayern (26,13
Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (19,68 Milliarden
Euro). Hessen liegt mit 11,82 Milliarden Euro wie in
den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin
folgen mit 9,93 beziehungsweise 6,77 Milliarden Euro.
Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen
zwischen rund 5,5 und 5,9 Milliarden Euro.
Zur Ermittlungsmethode
Das so genannte Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise
der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten
und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer
unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen
– mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts-
und Schwenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals
– dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze
unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel,
die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.
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