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Presseinformation vom 23. August 2019

Baugenehmigungen in Baden-Württemberg gehen deutlich zurück

 „Entsprechend der bundesweiten Tendenz, geht im 1. Halbjahr 2019 auch in Baden-Württemberg die Anzahl an Baugenehmigungen für Wohnungen zurück,“ so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. Wurden zwischen Januar 2018 und Juni 2018 im gesamten Bundesland noch 20.823 neue Wohnungen zum Bau freigegeben, sind es im gleichen Zeitraum dieses Jahres nur 18.345 Wohneinheiten. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von -11,9 %. Die Rückgänge sind hierbei, so Prof. Kippes „tendenziell dort besonders deutlich, wo sehr dringend Wohnraum benötigt wird, dies gilt speziell in den Großstädten. Vor dem Hintergrund eines klar rückläufigen Trends bei den Wohnungsbaugenehmigungen sind die Entscheidungen des Koaltionsausschusses vom vergangenen Wochenende besonders kritisch zu bewerten. Maßnahmen wie etwa die Verschärfung der Mietpreisbremse sowie eine Verlängerung des Bezugszeitraumes zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmieten auf sechs Jahre werden sich weiter negativ auf die Investitionsbereitschaft in Wohnungen und damit auf die schwächelnden Baugenehmigungen auswirken und gehen nicht in die richtige Richtung.“

Betrachtet man die Situation in den einzelnen baden-württembergischen Regierungsbezirken, so fallen durchaus abweichende Entwicklungen auf. In Karlsruhe (-19,6 %), in Freiburg (-15,9 %) und in Stuttgart (-13,5 %) sind im 1. Halbjahr 2019 markante Rückgänge im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zu beobachten. In der Landeshauptstadt Stuttgart ist gar eine Abnahme von -33,7 % zu verzeichnen – den 861 zum Bau freigegebenen Wohnungen aus der ersten Jahreshälfte 2018 stehen im diesjährigen Zeitfenster lediglich 571 Objekte gegenüber.

Eine positive Tendenz ist im bevölkerungs- und flächenmäßig kleinsten baden-württembergischen Regierungsbezirk zu verzeichnen: In Tübingen wurden in den ersten beiden Quartalen 2019 +7,5 % mehr Wohnungen genehmigt als noch im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Die baden-württembergischen Großstädte spiegeln die prekäre Marktlage am deutlichsten wider. In Heidelberg (-73,9 %), Pforzheim (-68,0 %), Freiburg (-66,9 %), Heilbronn (-64,7 %), Mannheim (-60,6 %) und Ulm (-42,0 %) gingen die Baugenehmigungen im Vergleich 1. Halbjahr 2018 zu 1. Halbjahr 2019 deutlich zurück. In Karlsruhe hingegen war ein Anstieg von 86,1 % zu beobachten.

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